Vor etwa einem Jahr saß ich noch in der Prüfung und schrieb mein Abitur. Am 04. Juni 2026 stand ich auf der anderen Seite - als Vertreter von OTTO auf der Vocatium. Und ich muss sagen: Es war eine der vielen unerwartet inspirierenden Erfahrungen meiner Ausbildung.
Die Vocatium ist eine Fachmesse speziell für Ausbildung und Studium und dabei kein anonymes Gewusel, sondern ein gezieltes Format: Schülerinnen und Schüler kommen mit festen Gesprächsterminen zu den Ausstellern, sprechen direkt mit echten Unternehmensvertreterinnen und -vertretern und sammeln handfeste Eindrücke aus der Arbeitswelt. Für OTTO war es die Gelegenheit, genau die Menschen zu erreichen, die gerade an dem Punkt stehen, an dem ich selbst vor nicht allzu langer Zeit war.
Für die Mittagsschicht ab 11:30 Uhr war ich das Gesicht von OTTO nach außen. Das bedeutete: Fragen beantworten, Gespräche führen, unser Unternehmen vorstellen und zwar authentisch, aus der Perspektive von jemandem, der die Ausbildung selbst gerade erlebt.
Ich muss zugeben: Ich war gespannt, wie sich das anfühlen würde. Als Azubi ist man selbst noch am Anfang des Berufslebens und trotzdem steht man plötzlich als Ansprechpartner da. Das hat etwas. Etwas Gutes.
Der Besucherstrom kam in Wellen – mal ruhig, mal lebhaft. Was mich dabei am meisten beeindruckt hat: wie unterschiedlich die Menschen waren, die an unseren Stand kamen. Manche noch völlig offen, was die Zukunft angeht. Andere schon mit klaren Vorstellungen und gezielten Fragen. Jedes Gespräch war anders, genau das hat es interessant gemacht.
Für mich war es eine Erinnerung daran, dass hinter jeder Bewerbung ein Mensch steckt, der sich gerade orientiert. Und dass es einen Unterschied macht, wenn man auf jemanden trifft, der ehrlich antwortet: nicht mit Hochglanzbroschüre, sondern aus dem eigenen Alltag.
Irgendwann standen zwei Schüler der 9. Klasse vor mir. Beide mit einem iPad in der Hand, beide mit einer vorbereiteten Liste voller Fragen – strukturiert, neugierig, engagiert. Sie wollten wirklich wissen, wie der Alltag in der Ausbildung bei OTTO aussieht, welche Aufgaben einen erwarten, welche Chancen sich ergeben.
Das hat mich überrascht und gleichzeitig sehr gefreut.
In diesem Moment habe ich gespürt, wie viel Wert es hat, als Unternehmen auf solchen Messen präsent zu sein. Diese Schüler haben unsere Anwesenheit als das wahrgenommen, was sie ist: eine echte Anlaufstelle. Jemand, den man fragen kann. Und das Gefühl, genau diese Person zu sein, das war unerwartet erfüllend.
Was mich im Nachgang noch beschäftigt hat: Ich kenne dieses Gefühl, auf einer Messe zu stehen und nicht so genau zu wissen, wohin die Reise geht. Genau dort war ich vor einem Jahr. Jetzt saß ich auf der anderen Seite des Tisches.
Das zeigt mir, wie viel sich in kurzer Zeit verändern kann – nicht nur im Wissen, sondern auch in der Sicherheit, die man gewinnt. Man wächst in eine Rolle hinein, oft ohne es selbst zu merken, bis man plötzlich mittendrin steckt und denkt: Hey, ich kann das eigentlich ganz gut.
Wenn du gerade überlegst, ob eine Ausbildung oder ein duales Studium bei OTTO das Richtige für dich ist: Genau für solche Fragen sind wir auf Messen wie der Vocatium da. Nicht um zu verkaufen, sondern um ehrlich zu erzählen wie der Alltag wirklich aussieht, was einen erwartet und was OTTO als Arbeitgeber ausmacht.